Citroen SM

Franzöischer Futurismus in seiner schönsten Form auf 4 Rädern, wundervoll verpackte Komplexität, ein Fahrzeug für Geniesser, Feinsinnige und geduldige Individualisten.
Hier in Form eines 1971er Vergasermodells, das sehr behütet den ersten Teil seines Lebens in Südfrankreich verbracht hat.
Seit 2002 ist er in Deutschland und wurde von seinen zwei Besitzern hier immer bei Spezialisten für diese Fahrzeuge gewartet, verbessert und auch einmal in sehr guter Qualität im Original Farbton sable métallisé neu lackiert.
Damit die Klimaanlage auch mit dem Kältemittel R134 funktioniert, wurde diese komplett überholt und kühlt hervorragend.
An diesem SM funktioniert Dank penibler Wartung alles und es ist eine Wonne, damit über die Straßen Europas zu schweben.
Es liegen Wartungsrechnungen aus den letzten 19 Jahren von über 23.000 Euro vor.
Das Auto überzeugt heute wie damals durch zeitlose Schönheit und technische Innovationen, die in den 70ern wie aus einer fernen Zukunft gewirkt haben müssen.
Wir nehmen Platz auf dem weichen Leder des Fahrersitzes, der ebenso wie der Beifahrersitz in fast jeder Ebene verstellbar ist, stecken den Zündschlüssel ins beleuchtete Zündschloss, pumpen nachdem die Benzinpumpe angelaufen ist 2-3 mal Benzin in die drei Vergaser, der perfekt eingestellte Motor startet sofort und läuft ruhig im Leerlauf. Nach einigen Sekunden ertönt das Schnarren der Hochdruckpumpe, das Auto hebt sich vorne und hinten, das Bremssystem hat genügend Druck, das große rote Licht im Armaturenbrett verlöscht, er kann losgehen.
Wer nun losfährt und in gewohnter Manier einlenkt, wird ohne Korrektur rechtwinklig abbiegen, denn die sehr direkte Lenkung hat nur zwei Umdrehungen von ganz links nach ganz rechts und lässt sich mit einem Finger bewegen. Je höher die Geschwindigkeit, desto mehr läßt die Servo-Unterstützung nach. Man muss sich daran gewöhnen, ebenso wie an die Hochdruckbremse, nach einem beherzten Tritt auf den Bremspilz freut man sich über die 3-Punkt Sicherheitsgurte…
Ein SM ist ein idealer Reisebegleiter, auch Tempi jenseits der 200 km/h sind problemlos ohne Angstschweiß möglich, aber gar nicht notwendig.
Ideal sind Reisegeschwindigkeiten zwischen 130 und 150 km/h, dann segelt man entspannt dahin und kann sich gut mit den Mitreisenden unterhalten.
Für mich ein genialer Wurf des kürzlich verstorbenen Robert Opron, der heute durch den Sachverstand von Spezialisten und eine ordentliche Teileversorgung problemlos einsetzbar ist.
Ein immer noch größtenteils unterbewertes Automobil, das durch seine vielen wunderbaren Details einen Photo – Nachmittag zur großen Freude werden läßt.
Ein classic-analytics Gutachten aus dem Jahr 2019 mit der Note 2+ liegt vor.
H-Kennzeichen.
Im Kundenauftrag.